
Der ursprüngliche Friedhof von Leutzsch lag an der Laurentiuskirche im Zentrum des Dorfes. Als er nicht mehr ausreichte , wurde im Jahr 1853 ein weiterer Friedhof an der heutigen Rückmarsdorfer Straße angelegt. Mit der Eingemeindung der Dorfgemeinde Leutzsch in die Stadt Leipzig im Jahr 1922 wurde der Leutzscher Friedhof zum Stadtteilfriedhof, der eng mit der Ortsgeschichte des Stadtviertels verbunden ist.
Es befinden sich dort die Gräber von Franz Flemming, dem einstigen Gründer der gleichnamigen Pianoforte Fabrik, von Otto Schmiedt, der im vorherigen Jahrhundert in Leutzsch als Friedensrichter tätig war und vom Lehrer Andreas Hermann Grabau, der dem Landwaisenhaus zu Leutzsch vorstand.
Die Friedhofskapelle wurde 1992/93 umfangreich saniert. Besonders eindrucksvoll ist die vom Leipziger Künstler Matthias Klemm geschaffene Grafik mit dem Text des Psalms 23 „Der Herr ist mein Hirt“.

Wir wollen Leutzscher Stadteilgeschichte lebendig machen.
Am 13.6.2024 wurde auf dem Leutzscher Friedhof eine Schautafel eingeweiht. Darauf findet man neben einem einleitenden Text und einem Plan mit markierten Stationen einen QR-Code.
Hinter dem QR-Code verbergen sich Informationen zu 37 Grabstätten auf dem Friedhof und ihre Geschichte.
Die Tafel steht dauerhaft allen interessierten Bürgern zur Verfügung, sie befindet sich links neben dem Eingangstor zur Friedhofskapelle.

Friedhof Leipzig-Leutzsch
Rückmarsdorfer Straße 13, 04179 Leipzig
Tel.: 0341-45 12 307 (FH)
Fax: 0341-46 38 76 58 (FH)
Mail: leutzsch@friedhofsverband-leipzig.de
Ihre Ansprechpartner:
Frau Viehweg
Sprechzeiten:
Mittwoch, 13:30-16:00 Uhr
Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
- Haltestelle Rathaus Leutzsch
Straßenbahnlinie 7
Öffnungszeiten Friedhof Leipzig – Leutzsch:
1. April bis 30. September: 07.00 – 20.00 Uhr
1. Oktober bis 31. März: 08.00 – 18.00 Uhr
